Lernertypen - Lernumgebung - Lernerfolg - Erwachsene im Lernfeld

Lernertypen - Lernumgebung - Lernerfolg - Erwachsene im Lernfeld

 

 

 

von: Reinhard Hohmann, Ruth Kaiser, Armin Kaiser

wbv Media, 2007

ISBN: 9783763935604

Sprache: Deutsch

298 Seiten, Download: 1791 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Lernertypen - Lernumgebung - Lernerfolg - Erwachsene im Lernfeld



7 Blended Learning (S. 125-126)

Vor- und Nachteile von verschiedenen Lernertypen

Maren Wolter

7.1 Das Konzept von Blended Learning

7.2 Blended Learning im Projekt VaLe

7.3 Blended Learning im Projekt LeKo

7.4 Fazit

7.5 Konsequenzen für die Weiterbildung

7.1 Das Konzept von Blended Learning

In den letzten Jahren ist vor allem in der beruflichen Weiterbildung der Begriff des Blended Learnings aufgetaucht, aber auch in der allgemeinen Erwachsenenbildung ist er inzwischen angekommen. Er leitet sich vom englischen Verb ‚to blend’ ab, was soviel heißt wie ‚mischen’ oder ‚vermengen’. Bei Blended Learning (BL) handelt es sich demnach um gemischtes oder vermengtes Lernen, was bedeutet, dass verschiedene Lernformen miteinander kombiniert werden. In der Wissenschaft ist dies auch der einzige Konsens, der erzielt werden kann. Die Definitionen von BL sind so zahlreich wie der Begriff schwammig ist. Einige Forscher gehen davon aus, dass es sich, sobald zwei verschiedene Lernformen in Kombination miteinander innerhalb eines Kurses dargeboten werden, um BL handelt (Driscoll 2002 zitiert in Kerres, Witt 2003). Diese Annahme ist aber weniger verbreitet als eine andere, deren Ursprung in der e-learning-Bewegung liegt, aus der BL auch entstanden ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass es sich nur dann um einen BL-Kurs handelt, wenn e-learning Phasen mit klassischen Klassenzimmer-Seminaren kombiniert und abwechselnd durchgeführt werden. Dieses Verständnis von BL wurde im Projekt Variation von Lernumgebungen (VaLe) übernommen.

BL ist ein integriertes Lernkonzept, das die heute verfügbaren Möglichkeiten der Vernetzung über Internet oder Intranet in Verbindung mit klassischen Lernmethoden in einem sinnvollen Arrangement optimal nutzt. Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensaustausch losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Lehrarrangements, wie Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen in klassischen Präsenzseminaren. Wie diese Phasen im einzelnen aussehen, ist allerdings nicht festgelegt. Dies ist von vielen Faktoren abhängig, etwa vom Inhalt, der technischen Ausstattung und Versiertheit der Teilnehmenden. Der Kursleitende muss entscheiden, wie er den Kurs aufbauen möchte, abhängig davon, welche Möglichkeiten, technische und räumliche, ihm zur Verfügung stehen.

Wie bereits erwähnt, entstand BL aus e-learning Angeboten. Diese wurden von Firmen anfangs begeistert aufgenommen, da ihre Mitarbeiter dadurch nicht mehr zu teuren Weiterbildungen fahren mussten, sondern zuhause am Computer lernen konnten. Allerdings zeigte sich bald in der beruflichen Weiterbildung, dass der Lernerfolg bei dieser Kursform so gut wie nicht vorhanden ist, somit wurde nach einer neuen kostensparenden Möglichkeit der Fortbildung gesucht. BL mit der Zwischenschaltung von Präsenzphasen zwischen die virtuellen Phasen schien hierfür die Lösung zu sein.

BL verheißt darüber hinaus noch weitere Vorteile: ein Problem des e-learning ist, dass das Lernen vollkommen selbstgesteuert abläuft, der Lernerfolg nicht überprüft wird und auch der soziale Kontakt zu den anderen Teilnehmenden fehlt. Dieses wird bei BL durch die Präsenzphasen aufgefangen.

Sie kann, je nach Zweck, sehr unterschiedlich gestaltet werden. Bei einigen Seminaren dient sie lediglich zur Wissensvermittlung, bei anderen nur als Raum für Präsentationen von Projekten, die in der virtuellen Phase erarbeitet wurden, und wieder andere nutzen die Zeit zum Austausch zwischen den Teilnehmenden und dem Kursleitenden.

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